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  • Dres. Annette & Constanze Herrmann

Das Mutter-Prinzip



“Mutter bedeutet nichts anderes als Liebe, Du musst das annehmen. Es spielt keine Rolle, ob Du sie magst oder nicht, Du musst diese Liebe annehmen. Die Göttliche Mutter, was immer sie tut, diese Phänomene, dies und das, es ist auch gut. Ich schätze das. ´Gut, Ma. Ok Ma, ok Ma, ok Ma, ok Ma. Du machst Deinen Job. Ich bin mit Dir, stehe unter Deinen Füßen.`Dann werden wir in Frieden sein.”

Sri Kaleshwar


Im Monat Mai begehen wir jedes Jahr auf`s Neue den Muttertag. Er fällt in eine Zeit, in der die Natur so wunderbar erscheint mit all dem frischen Grün, den blühenden Baumen, den Wiesen voller Gänseblümchen und Löwenzahn und den angenehm warmen Temperaturen. Es ist für viele die schönste Zeit im Jahr, in der wir uns von der Pracht überall berührt und positiv bestrahlt fühlen. Die Natur hat ihr schönstes Kleid angezogen und es zieht uns förmlich hinaus in ihr Grün.


Wir Seelen sind alle Kinder der EINEN Mutter.


Wenn wir von der Mutter Natur sprechen, dann klingt diese innere Verbindung zwischen uns und der Großen Mutter an. Jetzt im Frühling, wo die Natur so lieblich erscheint, fällt es leicht, uns wohl mit IHRER Energie zu fühlen. Doch was bewegt die Große Mutter im Winter, wenn es draußen kalt und ungastlich ist? Wie sollen wir damit umgehen, wenn SIE tobt und Unwetter, Stürme, Erdbeben und Vulkanausbrüche Katastrophen bewirken?


Die Große, die Göttliche Mutter ist beides, das Positive wie das Negative.


Warum? Was hat sie für ein Interesse, uns zu schaden? Was bewegt sie? Für viele von uns hält auch die physische Mutter sehr unterschiedliche Erfahrungen bereit. Obwohl wir uns nichts sehnlicher wünschen, als eine liebevolle Beziehung zur eigenen Mutter, ist es doch im Alltag manchmal äußerst schwierig, das zu verwirklichen. Zu schmerzhaft sind die Erfahrungen auf beiden Seiten.


Wie können wir in diesen Erfahrungen eine liebevolle Absicht erkennen, die wir annehmen können?


Das ist die zentrale Frage. Wer es geschafft hat, darauf eine Antwort zu finden, hat den Schlüssel zu innerem Frieden in der Hand. Wer selbst Mutter ist, hat vielleicht selbst schon erfahren, dass trotz bester Absicht und großer Mühe nicht immer alles gelingt und das eigene Kind sich unverstanden und verletzt fühlt. Nichts schmerzt mehr, als zu erleben, dass sich Dinge verselbständigen und man Leid verursacht.


Was mit Leid behaftet ist, beschäftigt einen. Auch und gerade, wenn man versucht, es zu verdrängen. Meist wird die Mutter zum vorherrschenden Thema, ohne dass man es bemerkt. Viele Menschen sind sehr unzufrieden und im Herzbruch mit der Mutter, sehen nur im totalen Abbruch jeglichen Kontakts eine Chance, ihr Leben leben zu können. Wir versuchen, es entweder ganz anders oder genauso zu machen wie die eigene Mutter. In jedem Fall aber sind wir nicht frei, wirklich unseren eigenen Klang zu entwickeln.


Hilfe, ich werde wie meine Mutter!


Das Mutter-Thema verfolgt einen, auch wenn man keinen äußeren Kontakt mehr hat, die Schatten leben in einem fort. Manche Frau ertappt sich sogar dabei, dieselben Ecken und Kanten zu entwickeln wie die eigene Mutter und das, obwohl sie alles dafür getan hat, nicht so zu werden wie sie. Warum ist das so?


Die Mutter ist das Tor zur Erde und zum Himmel


“Das gesamte Universum ist Deine Mutter. Die gesamte Schöpfung ist Deine Mutter.
Diese Mutter hat Deine Mutter erschaffen, die wiederum Dich erschuf.
Deine Mutter ist eine Brücke zwischen der Schöpfung und Dir.”

Sri Kaleshwar


Die physische Mutter ist der Schoß, durch den man diesen Planeten betritt. Er ist das Tor für die Seele. Diese findet nach dem Resonanz-Prinzip den richtigen Schoß. Das bedeutet, dass Mütter und ihre Kinder sehr viele Themen gemeinsam haben. Es ist kein Zufall, wie und wo man auf die Erde kommt. Immer gibt die Mutter und ihre Lebensumstände das perfekte Setting für das Wachstum der Seele des Kindes.


Familien sind karmische Arbeitsgruppen!


Physisch finden sich typische Merkmale, die wir von der Mutter oder dem Vater geerbt haben. Aber auch in der Seele finden sich diese Ähnlichkeiten. Da Mütter und Kinder gleichzeitig aber auch unterschiedlichen Generationen angehören, werden die seelischen Qualitäten oft ganz unterschiedlich gelebt und wir Kinder meinen nicht selten, Kuckuckseier zu sein, abgelegt im falschen Nest – so anders erscheint uns manchmal die eigene Mutter.


Wenn Sie zu den Menschen gehören, die dieses Gefühl nicht kennen und keine Probleme mit der Mutter haben, dann können Sie die nächsten Absätze ruhig übergehen. Ich gratuliere und freue mich mit Ihnen!! Allen anderen aber möchte ich das weitergeben, was sich in der Lebens-Praxis als hilfreich erwiesen hat:


Die Mutter ist die erste und größte Lehrerin im Leben


Verlassen wir für einen Moment einmal das Konzept der Liebe, so, wie wir sie üblicherweise definieren. In Indien habe ich viel über die Mechanismen der Schöpfung lernen dürfen. Hier geht es immer um die Seele, denn sie ist der Schlüssel zum Verständnis. Die Weisen Indiens sehen in der Mutter ist erste und größte Lehrerin im Leben eines Kindes. Es geht darum, dass sie mit all ihren Qualitäten, mit dem, was sie tut oder unterlässt, ihr Kind trainiert. Es ist ein Training. Nichts anderes. In den meisten Fällen ist dieses Training mit viel fühlbarer Liebe von der Mutter garniert, doch manchmal kann es sein, dass das Training darin besteht, Liebe in sich selbst zu generieren.


Doch wie kann man Liebe in sich selbst generieren? Hier beginnt der Weg des Wachsens. Der lebenslange Hunger nach Liebe gibt den nötigen Antrieb, zu suchen und suchen und suchen. Die Liebe in diesem Fall liegt in der absoluten Wahrhaftigkeit und Präzision, mit der unsere physische Mutter diesen – unserenSeelenauftrag erfüllt, der darin besteht, uns diesen Hunger zu erhalten, damit wir suchen und finden können. Sie erfüllt zu 100% den Wunsch unserer Seele. Es ist kar, dass sich das im Leben manchmal alles andere als gut anfühlt. Aber die Seele unserer Mutter und unsere eigene Seele haben ein Abkommen, das beiden Seiten dient. So schleusen auch wir Kinder unsere Mütter in Entwicklungsprozesse ein, ohne das wir uns dessen bewusst sind.


Es gibt einen Seelenvertrag zwischen Mutter und Kind


Es beginnt schon mit der Schwangerschaft, die oft erhebliche Veränderungen in das Leben der Mutter bringt. Eine Mutter erlaubt einem anderen Wesen, sich bei ihr einzunisten und sich von ihrer Energie zu nähren. Und zwar grundsätzlich und ohne Einschränkung. Sie gibt jegliche Kontrolle in diesem Vertrag ab, denn sie kann ja willentlich nicht bestimmen, wieviel Nährstoffe das Kind im Bauch aus ihr zieht. Die Zahnärzte hatten früher eine Erfahrung: für jedes Kind einen Zahn. Das war die Regel. Und auch die Geburt bringt jede Frau in den Bereich der Grenzerfahrung, die die Möglichkeit des Sterbens auch heute immer enthält.


Es geht weiter mit den Anforderungen der Versorgung eines Babies und Kleinkindes später. Nicht zu sprechen von den Härten einer Pubertät (für beide Seiten..). Mit der Mutter hat man einen lebenslangen Vertrag! Das Sich-Sorgen hört nie auf für eine Mutter. Viele wundern sich selbst über ihre Kräfte. Was sonst als bedingungslose Liebe zum Leben bringt solche Kräfte in den Müttern hervor? Aus welcher Quelle stammt diese Liebe?


Die eigene Mutter gibt also die Steilvorlage und wir sind aufgefordert, daraus etwas zu machen.


Dabei hilft es enorm, in der Mutter die Potentiale zu suchen und sie in sich zu kultivieren. Auch diese lehrt sie uns. Diese Potentiale können ganz offensichtlich sein, zum Beispiel in einer gemeinsamen Eigenschaft. Manchmal aber braucht es Entschlossenheit und den Willen, mit dem Herzen durch die Schleier der äußeren Verkleidung das Gemeinsame zu suchen. Wir halten zum Beispiel unsere Mutter für eigensinnig oder stur, aber dahinter steckt die Kraft, unbeirrt für die Dinge zu gehen, die sie für richtig hält, auch, wenn es dem Rest der Welt nicht gefällt. Das ist durchaus eine positive Eigenschaft. So kann man das für alle Charakterzüge machen, die bei der Mutter sehr ausgeprägt  sind. Man wird, mit entsprechendem Willen, immer etwas Positives hinter der äußeren, unter Umständen verzerrten Fassade finden. Es ist eine wunderbare Art, sich selbst zu entdecken und in die eigene Kraft zu finden!


Die Mutter gibt uns aber auch alles Gute mit auf den Weg, man muss es nur erkennen

.

Wer in seiner Mutter die eigenen Talente entdecken kann, öffnet innere Tore zum Schoß seiner Seele und damit zu unglaublicher Seelen- und Heil-Kraft. Niemand kann wirklich gesund werden ohne diese Schoßkraft aus der Verbindung zu eigenen Mutter und durch sie hindurch mit der Quelle, der Göttlichen Mutter. Es bewirkt außerdem, dass wir uns im Leben sicher und geborgen fühlen, weil die Energie des Schoßchakras der Mutter nun wie ein warmer Mantel um die eigene Seele liegt. Erst, wenn wir das fühlen können, sind wir offen für das Leben.


Im Grunde ist alles ein Abkommen zwischen dem Göttlichen und uns als Seele. Die Mutter steht als Erfüllerin des inneren Abkommens zwischem dem Göttlichen und uns.


Das Herz der Göttlichen Mutter ist immer offen für alle ihre Seelenkinder. Dorthin können wir jederzeit unseren Schmerz und Reklamationswünsche richten. Sie kennt das Ringen und den Schmerz im Leben, nichts ist IHR fremd, nichts verurteilt sie. Denn auch die Mütter sind IHRE Kinder. Mutter Maria verkörpert dieses Ideal.


Wir können der Liebe eine Chance geben, indem wir dort Halt und Liebe suchen, wo wir sie unter allen Umständen und in allen Momenten finden. Das gibt uns die Kraft, die Trainingseinheiten unserer Mütter und des Lebens anzunehmen. Und so können wir unsere Mütter segnen. Sie haben es verdient, denn sie – ob wir es mögen oder hassen – schaffen die Verraussetzungen dafür, dass wir unser Seelenziel erreichen.

Herzliche Grüße,


Ihre Annette


P.S. Es gibt Meditationsprozesse, in denen man sein Schoßchakra reinigen und die Verbindung zur eigenen wie Göttlichen Mutter heilen kann. Bitte schreiben Sie mir bei Interesse ( Kontakt ).


Bild: Constanze Herrmann


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