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Wie ein Telefonat einen verstauchten Fuß heilte



Ein Nachmittag im Wonnemonat Mai. Die Sonne scheint, es ist warm, man kann endlich wieder ohne dicke Verpackung die Natur draußen genießen. Noch sonniger ist es in mir selbst, denn ich freue mich sehr darauf, heute Abend zu einem Seminar weit entfernt aufzubrechen. Lange habe ich mir diese Reise ersehnt. Getrübt wird die Vorfreude allerdings durch einen Anruf meiner Mutter. Sie hatte einen Unfall mit dem Fahrrad, ist beim Fahren am Bordstein abgerutscht und unglücklich auf ihren Fuß gestürzt. Ein von hinten herannahender Bus konnte Gott sei Dank noch rechtzeitig bremsen. Jetzt schmerzt die ganze rechte Körperseite, besonders aber der rechte Fuß, den meine Mutter nun zu Hause dauerkühlt.


Annette, unsere Ärztin, Lehrerin und Freundin, kommt mich kurz besuchen. Sie möchte mir etwas mitgeben für die weite Reise, homöopathische Kügelchen und begleitende Gedanken zum Seminar, an dem sie selbst schon einmal teilgenommen hat. Ich erzähle ihr von meiner Mutter, von ihrem unglücklichen Unfall, der ausgerechnet an einem Tag passiert, an dem die Aufregung sowieso schon groß ist. Nicht nur meine Reise über den Ozean hält die Ängste meiner Mutter am Laufen, auch wurde ein Familienmitglied gerade erst frisch operiert. Sowohl meine Mutter als auch ich waren in Anspannung und in Fürsorge deswegen.


Annette erkennt in dieser Verkettung der Umstände innerhalb der Familie einen Zusammenhang. Die vielen Ängste und der innere Druck rund um Operation, Aufregungen in der Familie und um meine Reise haben sich einen Weg ins Außen verschafft, sich dort entladen. Wenn Unfälle passierten, sei das ein Zeichen für gestaute Lebenskraft, dafür dass sich etwas einen Weg suche, das vorher mit großer Kraft gebunden war. Das stimmt! In letzter Zeit gab es bei uns allen so einige Emotionen zu verkraften, vor allem aber eine große Portion Angst.


Als Lennart, unser elfjähriger Sohn, von einem Besuch bei der verletzten Oma nach Hause kommt und mir berichtet, dass diese mittlerweile überhaupt nicht mehr laufen oder den Fuß belasten könne, bittet mich Annette, meine Mutter anzurufen und sie selbst nach ihrem Fuß zu fragen. Ich solle ihr raten, dass es notwendig sei, eine Klinik aufzusuchen, um den Fuß dort untersuchen und röntgen zu lassen. Das aber will meine Mutter auf gar keinen Fall, wie sie mir am anderen Ende der Telefonleitung deutlich macht. Ich gebe dennoch vollen Einsatz, um sie trotzdem vom Sinn einer Untersuchung zu überzeugen, und so dauert unser Telefonat einige Minuten.


Währenddessen beobachte ich, wie Annette die Augen schließt, sich konzentriert. Sie scheint meiner Mutter parallel eine Fernheilung zu schicken. „Prima“, denke ich dankbar, „das wird ihr helfen und mich mit einer Sorge weniger abreisen lassen.“ Viel Zeit habe ich nicht mehr zu Hause, der Abfahrttermin zum Flughafen rückt näher. Ich will schon fast Annette verabschieden, als plötzlich meine Mutter in den Garten kommt, wo wir sitzen. Na sowas! Sie läuft ja! Und das völlig ohne zu humpeln! Mit einem Lächeln im Gesicht, weist sie mit beiden Händen nach unten auf ihren Fuß: Er ist nicht mehr auffällig geschwollen. Sie kann es selbst kaum fassen, berichtet, dass nach dem Telefonat der Fuß plötzlich wieder in Ordnung gewesen sei, so sehr, dass sie fast schon daran zweifelte, je einen verletzten Fuß gehabt zu haben.


Da sie nun schon mal vor Ort ist, untersucht Annette den Fuß nochmal persönlich. Es scheint nichts gebrochen zu sein, nur eine heftige Verstauchung, für die meine Mutter zur weiteren Heilung Kügelchen bekommt sowie den Rat, ruhig weiter den Knöchel zu kühlen und hochzulegen.


Für meine Mutter, die sich bisher nicht allzu viel mit den Möglichkeiten des Geistigen Heilens befasst hatte, erschien diese Rekordgenesung wie ein Wunder. Von einem Moment auf den anderen hatte sich ihr Zustand völlig verändert. Wenn sie es nicht selbst erlebt hätte, meinte einmal sie im Nachhinein, könne sie es kaum glauben. Und da ich diese Heilungstechnik im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung in der Schule der Heilkunst von Annette lernen durfte, komme auch ich seitdem immer mal zu einem Auftrag in der Familie. Denn mit einigen Mitgliedern gesegnet, gehen uns die Themen bisher nicht aus.


Preema


Bild: Johanna Luft


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