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  • Dres. Annette & Constanze Herrmann

Das Corona -Virus und der kleine, aber feine Unterschied zwischen Auslöser und Ursache

Aktualisiert: März 13



Eine ganzheitliche Betrachtung


Eine Welt in Angst. Und das alles wegen eines klitzekleinen Erregers. Auf einmal war er da. Das Tor öffnete sich in China. Von dort ging es dann in die ganze Welt. Was immer man auch versuchte, zu stoppen war er bisher nicht. Wieder einmal stehen wir einem Phänomen gegenüber, dass alles auf den Kopf stellt. Das ganze Weltengetriebe kommt ins Stocken. Das Virus hat es geschafft, dass fast alle Menschen betroffen sind, auch, wenn sie nicht erkrankten.


Schulen und Behörden bleiben geschlossen, Firmen und Banken schicken ihre Mitarbeiter ins Home-Office, Airlines stellen ihre Flüge ein, Produkte made in China fehlen in den Fertigungsstrecken hierzulande, Hamsterkäufe leeren Regale in den Supermärkten, die normalerweise um die Gunst der Käufer betteln und Restaurants sowie Kinos sind plötzlich leer. Selbst Familienfeiern und Feste fallen aus.


Auch wenn wir inzwischen wissen, dass das Virus viel weniger gefährlich ist als das Grippe-Virus, an dem jedes Jahr mehrere Tausend Menschen sterben, gibt es eine enorme Angst im Feld. Eine irreale Angst. Aber sie ist sehr präsent.


Worum geht es?


Die alten Weisen - Wissende aller Kulturen, der des Ostens genauso wie die des Westens - lehren uns, dass die Ebene des weltlichen Geschehens mit der Ebene des immateriellen Geschehens nicht von einander zu trennen sind. Materie und Geist oder Realität und Bewusstseins gehören zusammen und bedingen einander. Aus diesem Grund gibt es nichts, was nicht eine Ursache auf der Ebene des Bewusstseins hat. Dies ist die kausale Ebene. Hier werden die Weichen gelegt. Hier liegt unsere große und wahre Macht. Denn wir sind alle Schöpfer. Dass, was wir erleben, haben wir vorher auf einer inneren Ebene gestaltet - sowohl als Kollektiv als auch als Individuum.


Das Problem ist, dass wir uns nur ca. 5% dessen, was wir im Außen manifestieren, bewusst sind. Daher fällt es schwer, den Zusammenhang zwischen den Erlebnissen und unseren Gedanken zu erkennen. Doch tatsächlich kann man das Leben als eine Art Film bezeichnen. Auf der großen Kinoleinwand des Lebens nimmt das Form an, was wir sonst nicht wahrnehmen können, weil es sich tief in unserem Inneren abspielt - persönlich wie kollektiv.


Das Corona-Virus hat uns kollektiv in einen Prozess eingeschleust. Es triggert das kollektive Feld der Angst in uns und ringt uns gleichzeitig eine Entscheidung ab. Es ist der Auslöser eines transformatorischen Prozesses für uns alle. Wofür? Wohin geht der Weg? Was will sich wandeln?


Die Antwort liegt auf der Hand: Es geht um Vertrauen und Sicherheit. Wer Angst hat, sucht nach Vertrauen und Sicherheit. Zunächst versuchen wir, auf der äußeren Ebene Sicherheit herzustellen - wir treffen Anti-Massnahmen. Wir treten in eine Art Krieg mit dem Auslöser - dem Virus - und beginnen, ihn zu bekämpfen. Wir glauben, dass wir uns wieder sicher fühlen könnten, wenn nur das Virus eingegrenzt oder entmachtet würde.


Dabei übersehen wir, dass die wahre Ursache der Störung in uns selbst liegt. Wie sagen wir so treffend im Deutschen: "Ich habe mir einen Virus eingefangen."

Doch wozu sollten wir das tun? Und warum haben wir immer um diese Zeit die meisten Viruserkrankungen? Wenn wir davon ausgehen, dass nichts passiert, was dem Wachstum der Seele nutzen kann, dann muss es einen guten Grund geben auch für dieses aktuelle Geschehen. Einen Grund der in Inneren liegt.

Die Frage ist also: Wo liegt hier die Chance zum Wachstum auf der inneren Ebene?

Einsicht


Unter dem Druck der Angst und der Einsicht, dass wir noch so viel tun und trotzdem jederzeit persönlich von der Infektion betroffen sein können, wächst die Bereitschaft, Dinge wirklich zu verändern und Verantwortung zu übernehmen. Es verlangt auch eine Entscheidung - für oder gegen die Angst als Treiber. Wir können uns dazu entscheiden, uns bewusst gegen die Welle der Panik zu stellen und uns damit dem Stress zu entziehen. Es ist die Chance für uns alle, eine Quelle der Ruhe und des Vertrauens anzuzapfen, die wir normalerweise ignorieren würden. Denn erst in der Krise oder im Gegenwind spüren wir unsere Kraft.


Es geht also um die Anbindung an unsere wahre, geistige Heimat. Hier fehlt es und das ist die Ursache der Angst. Aus unserer geistigen Heimat können wir Vertrauen und Inspiration ziehen. So viele neue Lösungen müssen jetzt gefunden werden. Überall herrscht eine Krisenstimmung, weil wir spüren, dass es so nicht weitergehen kann: in allen Bereichen! Der Wandel muss kommen, wird kommen und mit ihm wächst die Angst vor Verlust. Bei vielen von uns gibt es kein Ruhe- Zentrum mehr im Außen. Wir sind darauf angewiesen, Ruhe, Frieden und Kontinuität in uns selbst zu finden. Wer diese Ruhe in sich trägt und Sicherheit aus dem Wissen um seine wahre seelische Identität, der kann dem Stress des Wandels gut begegnen. Für den arbeitet das Rad der Wandlung. Es bringt ihn besseren Zeiten entgegen. Ohne diese größere Perspektive fehlt etwas ganz Entscheidendes.


In Wahrheit ist es der Stress unseres modernen Lebens, der unser Immunsystem schwächt und uns anfällig macht für alle möglichen Erkrankungen. Hier liegt die Ursache. Die Psycho-Immunologie hat die Mechanismen inzwischen alle entschlüsselt. Wir modernen Menschen befinden uns permanent im Kampfmodus - um Sicherheit, Macht, Erfolg, Gesundheit, Schönheit, Geld und Anerkennung sowie Liebe. Das führt zu einem enormen Lebens-Stress. Und dann wundern wir uns, wenn unsere Abwehrkräfte kollabieren und Erregern Tür und Tore geöffnet sind.


Die Seele schickt vielleicht schon lange Signale: Mach doch mal Pause! Atme durch! Genieße Dein Leben!

Doch wir sind zu beschäftigt, um den sanften Druck aus dem Innen nachzugeben. Wir funktionieren oft nur in riesigen Hamsterrädern, fühlen uns erschöpft und müde. Das ewige "Muss" aber peitscht uns weiter.


Jetzt aber gibt es plötzlich viel Zeit. Schule fällt aus, Messen fallen aus. Wir liegen im Bett und haben endlich einen Grund, uns auszuruhen. Die Einladung an das Virus ging unbewusst hinaus. Die Seele hat sich in ihrem Wunsch, uns in eine höhere Wahrheit einzuweihen und für mehr Zeit nach Entspannung durchgesetzt.


Und so schützen vor Ansteckung nicht ursächlich Desinfektionsmittel und Quarantäne, sondern ein Lebensstil, der unseren Bedürfnissen besser gerecht wird, wie zum Beispiel:

- ein gesundes Schwingen zwischen Anspannung und Entspannung

- genügend Nachtschlaf

- genügend Zeit und Raum für kreatives Tun, für echte Freude.für gute zwischenmenschliche Beziehungen und

- nach Stille


Diese Faktoren sorgen für ein gut funktionierendes Immunsystem. Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich sind medizinische und technische Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sinnvoll. Keine Frage! Wir brauchen das. Unser Körper braucht außerdem eine gute Mikronährstoffversorgung und eine intakte Darmflora. Es gilt: das eine tun, das andere nicht lassen.


Es gilt, das Leben aus einer inneren Ruhe bewusst zu verändern und selbst zu gestalten.

Die Krise bringt die Energie dazu mit. Wir können jetzt die Welle reiten und dafür sorgen, dass wir mehr Freude und Lust am Leben haben. Der Beruf sollte Berufung und nicht Job sein, denn nur so investieren wir nicht nur Energie, sondern generieren sie auch durch unsere Arbeit. Denn dann trägt uns etwas.


Wir sollten erwachen! Durch Quarantäne, Home-Office, den Ausfall so vieler Veranstaltungen schenkt uns das Virus auch Zeit. Wir können sie nutzen, unser Energiesystem kollektiv wie individuell auf die echten Krankheitserreger zu checken und Korrekturen vorzunehmen, anstatt nur den Auslöser zu bekämpfen.


Das ist jetzt die Zeit, neue Entscheidungen zu treffen und Dinge zu verändern. Jeder von uns hat die Möglichkeit, das eigene Leben in andere Bahnen zu lenken. Wir sind nicht so hilflos und der Angst ausgeliefert, wie wir denken! Unser Körper folgt den Informationen aus dem Bewusstsein und Unter-Bewusstsein. Unser Immunsystem braucht die richtigen Impulse, um gute Arbeit zu leisten. Den Zugang zur eigenen seelischen Heimat besitzt jeder. Ruhe und Frieden im Innen lassen sich aufbauen, zum Beispiel durch Meditation.


Lassen Sie uns alle überlegen, wo wir ein bisschen mehr für Ruhe und Ausgleich in unserem Leben sorgen können. Dann hat das Corona Virus nicht nur Opfer gefordert, sondern auch im ganzheitlichen Sinne für andere Viren fit gemacht und einen Dienst erwiesen. Denn Gesundheit entsteht immer von innen!


Und das ist doch eine gute Nachricht, oder?



Annette



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